Konzert | Do, 02.11. 2017 | 19:30
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Lia Pale, mathias rüegg & Band

A Winter's Journey

Opus 89 – Die Winterreise von Franz Schubert

Lia Pale und mathias rüegg (Piano) haben den Zyklus, dessen erster Teil 2013 schon einmal veröffentlicht wurde, komplett überarbeitet und neu arrangiert bzw. eingesungen. Zusammen mit den zwölf unveröffentlichten Liedern erblickt diese Winterreise im Frühling 2017 als gesamter Zyklus das Licht der Musikwelt. Und sie ist ein (musikalischer) Traum. Lia Pales Stimme ist klar wie Gebirgswasser. Ihre Intonation ist beseelt und voll natürlicher Hingabe. Sie singt auf Englisch. Die Lieder der Winterreise erhielten ganz neue und luftige Kleider, gewoben aus facettenreichem Gesang und Arrangements, in denen sich Chanson und Jazz vermählen. Hörende erleben diesen Gipfel der Liedkunst in seiner zugänglichsten Form und verspüren dennoch die ganze Tiefe des Inhalts. „Wir sind uns schon bewusst, dass es natürlich auch Gegenstimmen zu diesen Bearbeitungen geben wird, aber wir glauben, dass Musikgöttinnen und -Götter es auch durchaus zu schätzen wissen, wenn Heilige Grale neu beleuchtet werden“, so die Musiker. Für die CD hat Aurelia Rohrer die Lieder mit 24 Kohle-Zeichnungen untermalt.

Lia Pale
Julia Pallanch wird 1985 in Wels/Oberösterreich geboren  und bekommt schon in früher Jugend Klavier- und Balletstunden. In der Blasmusik der Eisenbahner Musikkapelle Wels wird sie im Flötenspiel konditioniert. Ihre Leidenschaft galt jedoch immer dem Gesang. Nach der Matura im musisch orientierten Adalbert Stifter-Gymnasium in Linz zieht Julia 2004 nach Wien, wo sie ein Gesangstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst beginnt. Daneben unternimmt sie Ausflüge in die Elektropop-Szene mit einem eigenen Trio, in dem sie  Keyboard spielt und singt. 2011 lernt sie ihren Mentor mathias rüegg kennen. Aus ihrer Zusammenarbeit entsteht das Album „Gone Too Far“ mit elf Liedern aus der Winterreise, das 2013 bei Universal Austria erscheint. Aus Julia Pallanch wird Lia Pale – also die letzten drei Buchstaben des Vornamens und die ersten drei des Nachnamens. Sie singt sich sofort in die Herzen des Publikums und begeistert mit ihren vielseitigen Talenten und ihrem untrüglichen Sinn für Timing und Phrasierung auch die Fachwelt, sprich die Musiker. Sie beginnt, sich für den Jazz zu interessieren und studiert alle Vorbilder von Billy Holliday über Chet Baker bis zu Miles Davis. Aber auch die klassische Musik gewinnt immer mehr an Bedeutung und mit Idolen wie Maria Callas oder Glenn Gould verbringt sie Wochen an Hören und Beobachten. Wobei ihr größter Hero Charlie Chaplin wird, den sie eingehend studiert und analysiert. Nach zahlreichen Auftritten im In-und Ausland beginnen Pale und rüegg ihr zweites Programm, in dem sie Texte von Heinrich Heine und Rainer Maria Rilke übersetzen und vertonen. Unter dem Titel „My Poet’s Love“ entsteht ein zweites Album für Universal Music Austria, bei dem insgesamt sechs Trompeter, u. a. Thomas Gansch, Juraj Bartos und Newcomer Mario Rom ihre Stimme mitwirken.

Unterdessen hat sich das Programm „Gone Too Far“ zur gesamten Winterreise mit allen vierundzwanzig Stücken erweitert, erhält mit den vielen Livekonzerten seinen Feinschliff und wird nach und nach aufgenommen. Nachdem „A Winter’s Journey“ praktisch fertig aufgenommen ist, beschließt Lia im März 2016, den Jakobsweg von St. Jean Pied de Port bis Santiago de Compostela zu bestreiten und setzt sich fast sechs Wochen Wind, Wetter und Einsamkeit während des 800 km langen Fußmarsches aus. Zurückgekommen singt sie die meisten Takes nochmals neu ein und bringt ihre persönliche Reise damit zu Ende. Die talentierte, oft noch etwas dem Popzeitgeist verpflichtete Newcomerin hat sich in eine reife Stimme mit viel Tiefgang verwandelt, und  fünf Jahre musikalische Arbeit und die damit verbundene Identitätssuche haben quasi zu einem Neuanfang geführt.

mathias rüegg wurde 1952 in Zürich geboren. Nach seinem Studium der klassischen Komposition & Jazzklavier in Graz übersiedelte er nach Wien, wo er freiberuflich als Pianist arbeitete. Der Soloarbeit müde geworden, gründete er 1977 das Vienna Art Orchestra, für das er bis heute fast alle Programme schrieb: insgesamt an die 450 Kompositionen und Arrangements. Von 1983 bis 1987 leitete er zusätzlich den Vienna Art Choir. In den Jahren 1984 bis 1986 wurde er vom amerikanischen Fachmagazin Downbeat zum „Arrangeur Nr.1“ gewählt. Er schrieb u. a. Auftragskompositionen für Jazzformationen wie die NDR Big-Band, SDR Big-Band, UMO Big-Band Helsinki, die Swedish Radio Jazz Group & die RTV Big Band Slovenia. Klassische Aufträge u. a. für die Wiener Symphoniker, Basler Sinfonietta, Ensemble Kontrapunkte, Die Reihe, Deutsche Kammerphilharmonie, Orchestre de la Normandie Basse, Opus Novum & L’orchestra della Svizzera Italiana. Als Leiter internationaler Workshops fungierte er u. a. in Wien, Köln, Hannover, Berlin, Bern & Trento. Er komponierte Film- und Theatermusiken im Rahmen seiner Zusammenarbeit mit George Tabori und dem Wiener Serapionstheater. Er ist Gründer des Wiener Jazzclubs Porgy & Bess (und ebenfalls dessen Leiter, bevor der den Club 1996 an Christoph Huber übergab) und Initiator des Hans Koller Preises (österreichischer Jazzpreis), des European Jazz Prize und des Staatspreises für improvisierte Musik. Seit 1994 widmet sich mathias rüegg zunehmend der Komposition von Kammermusik. So schrieb er für Corin Curschellas, Michel Portal, Wolfgang Puschnig, Matthieu Michel & Wolfgang Muthspiel Solokonzerte mit Kammerorchester sowie Kompositionen für unterschiedliche klassische Besetzungen. Er unterrichtete am IPOP (Universität für Musik & darstellende Kunst) in Wien Arrangement und Ensemble. 2011 schrieb der für den New Yorker „Big Apple Circus“ die gesamte Musik zu Dream Big, die er auch an Ort und Stelle, also im Zirkus einstudierte. Seit 2012 arbeitet er intensiv mit der Sängerin Lia Pale zusammen.

Auszeichnungen (Auswahl):
1984–86 Arranger No1 (Down Beat, Cat. Rising Star)
1993 Prix Bobby Jaspar (Académie francaise du Jazz)
1999 Grosser Preis der SUISA
2001 Österreichischer Würdigungspreis für Musik
2009 Musikpreis der Stadt Wien

Besetzung:
Lia Pale – Voice, Flute
Ingrid Oberkanins – Percussion
Hans Strasser – Bass
mathias rüegg – Piano
Mario Rom – Trumpet

Video

Pressestimmen

Rezension aus FALTER 29/2017
Schuberts „Winterreise“ verjazzt? Lia Pale und Mathias Rüegg haben das Experiment gewagt und eine großartige Version des romantischen Liedzyklus geschaffen. Experimentiert wurde an dem Projekt ja schon länger, jetzt ist es komplett: Der englische Gesang verleiht den 24 eigentlich recht düsteren Stücken eine charmante Leichtigkeit, dazu Lia Pales einnehmende Stimme und die stets respektvollen Arrangements von Mathias Rüegg – die bisher wahrscheinlich aufregendste Neudeutung des Meisterwerks.
Miriam Damev in FALTER 29/2017 vom 21.07.2017 (S. 26)

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