Vortrag | Di, 13.03. 2018 | 19:30
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Christoph Höbenreich

Expedition Franz-Josef-Land – In der Spur der Entdecker nach Norden

In Kooperation mit GeoComPass SALZBURG

Selten setzt ein Mensch seinen Fuß auf Franz-Josef-Land in der russischen Arktis, zumal Russland sich nach der politischen Wende 1989/90 vorläufig aus der Arktis zurückzog. Wie ist eine Expedition auf diese entlegene, vom Eis eingeschlossene Inselgruppe logistisch überhaupt möglich?
Im August 1873 trieben die beiden K.-u.-k.-Offiziere Karl Weyprecht und Julius Payer bereits über ein Jahr lang mit ihrem im Packeis festsitzenden Expeditionsschiff „Admiral Tegetthoff“ in der Barentssee, als sie eine noch unbekannte Inselgruppe entdeckten und nach dem regierenden Kaiser benannten: Franz-Josef-Land. Im Frühjahr 1874 konnte Julius Payer den Archipel erforschen. Seine alpinistischen Leistungen sind ebenso unfassbar wie der Überlebenskampf, der die Expedition nach 812 Tagen wieder nach Europa rettete! Der Innsbrucker Geograf und staatlich geprüfte Berg- und Skiführer Christoph Höbenreich realisierte im Jahr 2005 nach mehr als fünfjähriger Vorbereitungszeit die „Payer-Weyprecht-Gedächtnisexpedition“ nach Franz-Josef-Land. Dem Tiroler gelang es durch Hartnäckigkeit und Diplomatie, eine einmalige Sondereinreisegenehmigung in den für Landexpeditionen gesperrten Archipel nahe dem Nordpol zu erhalten. Zahlreiche Medien wie der ORF oder das ZDF und angesehene Magazine wie GEO berichteten über diese aufsehenerregende Nordpolarexpedition. Wie Julius Payer versuchte das vierköpfige Team, mit Schlitten und Skiern ausgerüstet die Inselgruppe im nördlichen Eismeer zu durchqueren. Eines war den Abenteurern bald bewusst: Trotz modernster Ausrüstung ist eine Expedition in der Arktis auch heute noch ein riskantes Unterfangen. Unsichere Eisverhältnisse, angriffslustige Eisbären und unberechenbares Wetter waren nur einige Gefahren. Belohnt wurde das russisch-österreichische Team aber mit grandiosen Eindrücken in einer der abgeschiedensten Grenz- und Wildnisregionen der Erde. Insgesamt verbrachte Höbenreich zwischen 1993 und 2006 auf bislang vier Expeditionen in allen Jahreszeiten, mit Atomeisbrechern, Hubschraubern und vor allem mit Ski und Schlitten, ein halbes Jahr auf den „Inseln des Kaisers“ in der Arktis. In einem außergewöhnlichen Vortrag von GeoComPass SALZBURG berichtet Höbenreich mit atemberaubenden Bildern nicht nur von der historischen und der modernen Polarexpedition, sondern gibt wertvolle und selten gesehene Einblicke eine noch kaum bekannte, hocharktische Welt.

Kontakt:
GeoComPass SALZBURG
(Werner Gamerith) c/o Fachbereich Geographie und Geologie der Universität Salzburg
Hellbrunnerstraße 34, 5020 Salzburg
0664/4334337
info@geocompass.at

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