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Janosch – Komm, wir finden einen Schatz
Sa, 01.10, 15:00
€ 6,00 / Erm. € 5,00
Beim Tauchen im See finden Tiger und Bär eine alte Kiste, in der sie eine Schatzkarte entdecken. Daraufhin beschließen die zwei Freunde, auf Schatzsuche zu gehen. Dabei werden sie vom Hasen Jochen begleitet. Der ist ziemlich einsam und möchte in erster Linie Freunde finden. Doch nicht nur die drei wollen den Schatz, sondern auch der findige Detektiv Gokatz und der sportliche Hund „Kurt der knurrt“. Die beiden sind Tiger, Bär und Hase immer dicht auf den Fersen. Die Jagd führt durch Tintensümpfe und Eiswüsten bis hin zum alten Piratenschiff, wo der Schatz versteckt sein soll.

Deutschland 2011; Regie: Irina Probost; 75 Miuten; ab 4 Jahren 
Toni Erdmann
Sa, 01.10, 17:00
€ 9,00 / Erm. € 7,00

Peter Simonischek ist Toni Erdmann und er ist Winfried, 65, ein Musiklehrer mit ausgeprägtem Hang zum Scherzen, der mit seinem alten Hund zusammenlebt. Seine Tochter Ines – gespielt von Sandra Hüller – ist eine Karrierefrau, die um die Welt reist um Firmen zu optimieren. Vater und Tochter könnten also nicht unterschiedlicher sein: er, der gefühlvolle, sozialromantische 68er, sie, die rationale Unternehmensberaterin, die bei einem großen Outsourcing Projekt in Rumänien versucht aufzusteigen und sich in einer Männerdomäne zu behaupten.

Da Winfried zu Hause also nicht viel von seiner Tochter sieht, beschließt er nach dem Tod seines Hundes sie spontan zu besuchen. Statt sich anzukündigen, überrascht er sie mit Scherzgebiss und Sonnenbrille in der Lobby ihrer Firma. Ines bemüht sich gute Miene zu machen und schleppt ihren Vater in seinen alten Jeans mit zu Businessempfängen und Massageterminen. Doch der Besuch führt nicht zu einer Annäherung. Winfried nervt seine Tochter mit lauen Witzen und der unterschwelligen Kritik an ihrem leistungsorientierten Leben zwischen Meetings, Hotelbars und unzähligen Emails. Vater und Tochter stecken in einer Sackgasse und es kommt zum Eklat zwischen den beiden.

Doch statt wie angekündigt Bukarest zu verlassen, überrascht er Ines mit einer radikalen Verwandlung in Toni Erdmann, sein schillerndes alter Ego. Mit schiefem Gebiss, schlechtem Anzug und Perücke ist Toni wilder und mutiger als Winfried und nimmt kein Blatt vor den Mund. Toni mischt sich in Ines Berufsleben ein, mit der Behauptung, der Coach ihres Chefs zu sein und startet einen Amoklauf aus Scherzen. Überraschend lässt Ines sich auf sein Angebot ein und Vater und Tochter machen eine verblüffende Entdeckung: Je härter sie aneinandergeraten, desto näher kommen sie sich.

Der Film erhielt 2016 den Fipresci-Preise in Cannes und geht für Deutschland ins Rennen um einen Oscar.

Deutschland/Österreich 2016; Regie/ Drehbuch: Maren Ade; Kamera: Patrick Orth; mit: Peter Simonischek, Sandra Hüller, Michael Wittenborn, Thomas Loibl; 162 Minuten

Die Strottern
wia tanzn is
Fr, 30.09, 19:30
€ 24,00 / Erm. € 20,00

AUSVERKAUFT!

Buenos Aires hat den Tango, Lissabon den Fado, Paris die Chansons. Wien hat das Wienerlied als unverwechselbaren Ausdruck des Lebensgefühls dieser Stadt. „Die Strottern“ entstauben das Wienerlied musikalisch und inhaltlich so gründlich, dass aus einer traditionellen lokalen Liedtradition eine Musik wird, die auf der ganzen Welt verstanden wird. Davon zeugen auch die zahlreichen Auszeichnungen für die Herzblutmusikanten.

Das Wienerlied ist in einem Schmelztiegel von Nationen entstanden. Das macht es so reich an musikalischen Einflüssen: Volksmusik, Theaterlied, französische Walzer, die Musik des Balkans. „Die Strottern“ verarbeiten neben der Wiener Tradition zeitgenössische Musiksprachen wie Jazz, Pop und Weltmusik. Natürlich bildet der Walzer – der Puls der Stadt – das Fundament der meisten Strottern-Lieder.

Mal im 3/4-Takt elegant tanzend, dann wieder trunken torkelnd, zielen „Die Strottern“ mit ihren süffigen Melodien mitten ins Herz des Publikums, immer an der messerscharfen Grenze von tief empfundener Kunst und Schmachtfetzen entlang wandelnd. Dann gibt es wieder einen schroff-dadaistischen Freejazz-Ausbruch und schon ist der musikalische Mischmasch angerührt, der „Die Strottern“ jenseits aller Genregrenzen und Stilrichtungen heimisch macht. Und so spielen sie auch auf Bühnen aller Art: von Klassikfestivals über Kleinkunstkeller bis zu Weltmusikbühnen und Jazzclubs.

„Die Strottern“ können lustig und laut sein, gerne zeigen die beiden Musiker, wie wild entschlossen sie im schwarzen Anzug, der Berufskleidung aller Wiener Kellner und Totengräber, aus der Haut fahren können. Klemens Lendl ist dabei ein generöser Moderator des eigenen Stoffs, pointensicher und sympathisch, aber wenn es darauf ankommt, wenn ein Lied die vollkommene Stille braucht, das innere Schweigen zwischen den Zeilen, dann lauschen „Die Strottern“ auf der Bühne mit geschlossenen Augen in die eigene Musik hinein, um dem Geheimnis, das ihr innewohnt, wieder ein kleines Stück näher zu kommen.

Und außerhalb Wiens, versteht man das? Musik ist eine Sprache, die die ganze Welt versteht.  „Die Strottern“ sind begnadete Kommunikatoren. Mit witziger und intelligenter Ansprache ziehen sie ihr Publikum in den Bann. Ihre (schwarz-)humorigen Erläuterungen zu den Texten des alten und heutigen Wien amüsieren auch jeden Nicht-Österreicher und lassen zu keiner Zeit Verständnisschwierigkeiten aufkommen. 2012 wurden „Die Strottern“ mit dem Deutschen Weltmusikpreis RUTH ausgezeichnet. Die JurorInnen waren des Wienerischen allesamt nur bedingt mächtig: Achim Bergmann (Trikont Label Chef), Urna Chahar-Tughi (Mongolische Musikerin), Torsten Hinger (Veranstalter NATO-Club Leipzig), Jiri Plocek (Folkmusiker und
Hörfunkredakteur Brünn/Tschechien) und Petra Rieß (Musikwissenschaftlerin und Journalistin aus Hamburg). In der Jury-Begründung steht: „Wer ,Die Strottern‘ einmal erlebt hat, wird sie nicht mehr los. Ihre Wiener Lieder nisten sich ein in Herz und Hirn ... Das Wiener Lied funktioniert auch bestens außerhalb der Donau-Metropole. Denn diese beiden musikalischen Gauner haben es klug aufpoliert und zukunftsfähig gemacht, musikalisch mit Elementen des Jazz und Blues, bissig humorvoll in den Texten.“
 
Auszeichnungen
2014 Pongauer Hahn
2012 Deutscher Weltmusikpreis RUTH
2009 AMADEUS Austrian Music Award „Jazz/World/Blues“
2009 Fraunhofer Volksmusikpreis
2006 Österreichischer World Music Award

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