Film

The Happy Prince

Deutschland/Belgien 2018; Regie: Rupert Everett; mit: Rupert Everett, Colin Firth, Emily Watson; 105 Min; Deutsch

Die letzten Lebensjahre des großen irischen Poeten Oscar Wilde

Im Zimmer einer billigen Absteige in Paris liegt Oscar Wilde auf seinem Sterbebett, sein Leben zieht an ihm vorüber, die Erinnerungen versetzen ihn in andere Zeiten und an andere Orte. War er wirklich einst der berühmteste Mann in London? Der Künstler, der von einer Gesellschaft gekreuzigt wurde, die ihn einst anhimmelte? Der Liebhaber, verhaftet und freigelassen, der im letzten Abschnitt seines Lebens dennoch dem Ruin entgegentaumelt? Unter dem gnadenlosen Vergrößerungsglas des Todes lässt er sein Leben Revue passieren: der gescheiterte Versuch, sich mit seiner jahrelang leidenden Ehefrau Constance zu versöhnen, die wieder aufflammende, fatale Liebesaffäre mit Lord Alfred Douglas sowie die warmherzige Hingabe von Robbie Ross, der vergeblich versuchte, Wilde vor sich selbst zu retten. Von Dieppe über Neapel nach Paris: Die Freiheit ist ein Trugbild, Oscar Wilde ein verarmter Vagabund, immer ruhelos, von seinen alten Bekannten gemieden, doch bewundert von einer eigentümlichen Gruppe von Outlaws und Straßenkindern, denen er die alten Geschichten erzählt – während sein unvergleichlicher Esprit immer noch extrem geschärft ist.

„The Happy Prince“ ist das Regiedebüt des britischen Schauspielers Rupert Everett, der sich damit endlich einen langgehegten Herzenswunsch erfüllt: die letzten Lebensjahre des großen irischen Poeten Oscar Wilde zu verfilmen. Everett selbst schrieb auch das Drehbuch und glänzt in der Hauptrolle auf der Höhe seiner Schauspielkunst.

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