Hartmut Graßl

Das Abschmelzen der großen Eisgebiete – Kann es das Klimaabkommen von Paris noch verhindern?

In Kooperation mit GeoComPass SALZBURG

Alle Aufmerksamkeit richtet sich auf das Übereinkommen von Paris (2015). Doch mit dem Ausscheren der USA erscheinen die Möglichkeiten, den Klimawandel, wenn nicht zu verhindern, so doch abzuschwächen, ungewisser denn je. In welche Zukunft steuert der Mensch? Und kann er den drohenden Anstieg des Meeresspiegels noch einigermaßen in Grenzen halten?

In der Klimageschichte pendelte der Meeresspiegel seit 800.000 Jahren im Eiszeit-Zwischeneiszeit-Rhythmus von etwa 100.000 Jahren um ungefähr 120 Meter bei typischerweise 5 °C mittlerer Temperaturänderung an der Erdoberfläche. Wird bei weiterem Anstieg um 1 °C und damit insgesamt 2 °C Erwärmung durch uns Menschen das grönländische Eis verschwinden oder gar die Antarktis teilweise abschmelzen? Dann stiege der Meeresspiegel im Mittel um ca. sieben Meter und bei starken regionalen Unterschieden sogar noch höher. Sind solche Szenarien denkbar oder nur der Fiktion entsprungen? Der Referent, der zu den weltweit führenden Klimawissenschaftlern gehört, fast zwei Jahrzehnte lang das renommierte Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg leitete und die Klimaerwärmung bereits in den 1980er-Jahren voraussagte, versucht Teilantworten zu geben.

Hartmut Graßl, 1940 in Berchtesgaden geboren, gehört zur Weltliga der Klimaforscher und zu den Klimaexperten der ersten Stunde, die schon früh auf den drohenden Klimawandel aufmerksam gemacht haben. Als langjähriger Direktor des bekannten Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg (1988 bis 2005) hat er sich in vielen politischen Kommissionen und wissenschaftlichen Gremien Gehör verschaffen können. Bereits in den 1980er-Jahren, nach dem Studium der Physik und Meteorologie in München und einem Ruf an die Universität Kiel, warnte Graßl vor den Folgen der Klimaerwärmung. 1988 wechselte er nach Hamburg. Von 1994 bis 1999 wirkte Graßl als Direktor des Weltklimaforschungsprogramms der Vereinten Nationen in Genf. Das Kyoto-Protokoll von 1997 trägt seine markante Handschrift. Zahlreiche Ehrungen, u. a. die Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin und das Große Bundesverdienstkreuz, unterstreichen Graßls nicht nur wissenschaftliches, sondern auch gesellschaftspolitisches Engagement.

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