Fr, 27 Apr

Gut gegen Nordwind

Anita Köchl & Edi Jäger
Die elektronischen Medien sind nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken, der Umgang mit ihnen ist längst als Kulturtechnik dem Lesen, Schreiben und Rechnen gleichwertig. Und wir haben uns auch mit und durch sie verändert. Wir leben eben nicht mehr nur in einer realen, materiellen Welt, sondern auch in zahllosen virtuellen, und die Grenzen verwischen immer mehr. Höchste Zeit, dass sich jemand um die speziellen Tiefen und Untiefen des Schreibens am Bildschirm kümmerte! Daniel Glattauer hat mit seinem Roman „Gut gegen Nordwind“ ein Buch herausgebracht, das ebenso süchtig macht wie sein Sujet – das Scheiben nächtlicher E-Mails – und dabei laut Spiegel „einen der zauberhaftesten und klügsten Liebesdialoge der Gegenwartsliteratur“ abgeliefert. Denn gibt es in einer vom Alltag besetzten Wirklichkeit einen besser geschützten Raum für gelebte Sehnsüchte als den virtuellen?