Andreas Ferner

Andreas Ferner wurde 1973 in Wien geboren und wuchs in Floridsdorf auf – jenem Bezirk, den er bis heute gerne augenzwinkernd als Schule des Lebens bezeichnet. Nach der Matura begann er 1992 ein Studium der Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien, das er später durch einen Magister in Wirtschaftspädagogik ergänzte. Bereits während der Studienzeit zog es ihn zunehmend auf die Bühne: Er spielte in der Theatergruppe der WU, absolvierte eine Schauspielausbildung am Wiener „Act & Fun Schauspielstudio“ und sammelte erste Erfahrungen als Redakteur, Moderator und Comedy-Autor beim Fernsehen.

1999 fand Andreas Ferner schließlich jene berufliche Kombination, die seine Karriere bis heute prägt: Er wurde Lehrer für kaufmännische Fächer an einer Wiener Handelsakademie – und gleichzeitig Kabarettist. Aus den täglichen Erfahrungen zwischen Klassenraum, Konferenzzimmer und Elternsprechtag entwickelte er im Laufe der Jahre eine ganz eigene Form des Bildungskabaretts. Mit der Gründung der Kabarettgruppe „5 Herren“ begann seine Bühnenlaufbahn, ehe er sich zunehmend als Solokünstler etablierte. Der endgültige Durchbruch gelang ihm mit Programmen wie „Schule, OIDA!“, „BildungsFERNER“, „NOCH BildungsFERNER“ und „Chill amal, Fessor!“, in denen er den Schulalltag ebenso humorvoll wie treffsicher seziert.

Zwischen Schulalltag, Fernsehen und Kabarett
Parallel zum Kabarett entwickelte sich auch Andreas Ferners Karriere als Schauspieler und TV-Persönlichkeit. Er war unter anderem in Produktionen wie „SOKO Donau“, „SOKO Kitzbühel“, „Schlawiner“, „Spuren des Bösen“ oder „Das Match“ zu sehen. Im Fernsehen machte er außerdem mit Formaten wie „Ferner versus Hofbauer“, der Comedy-Nachrichtensendung „ZÜB“ oder Auftritten bei den Hyundai Kabarett-Tagen des ORF auf sich aufmerksam. Seine Vielseitigkeit brachte ihm bereits zahlreiche Auszeichnungen ein, darunter den „Großen Niederösterreichischen Kabarett- und Comedy-Preis“, den Publikumspreis beim „Goldenen Kleinkunstnagel“ sowie die Ehrung zum „Lehrer des Jahres 2012“ durch die Wiener Gesellschaft für Bildungspolitik und Schulmanagement. 2024 veröffentlichte er gemeinsam mit Marion Dimali das Buch „Echt jetzt, Herr Fessor?“.

Heute zählt Andreas Ferner zu den profiliertesten Kabarettisten Österreichs, wenn es um pointierte Gesellschaftsbeobachtung mit Bildungsbezug geht. Seine große Stärke liegt dabei in der Verbindung aus authentischer Alltagserfahrung und kabarettistischer Zuspitzung: Andreas Ferner kennt die Welt, über die er spricht, aus erster Hand. Gerade deshalb reichen seine Programme weit über das Thema Schule hinaus – sie erzählen vom Zustand einer Gesellschaft zwischen Leistungsdruck, Erziehungsfragen, Social-Media-Wahnsinn und Generationenkonflikten. Dass dabei sowohl Lehrer:innen als auch Schüler:innen, Eltern und er selbst aufs Korn genommen werden, ist längst Teil seines Erfolgskonzepts.

„Österreichs lustigster Lehrer“ zurück im OVAL
Mit seinem aktuellen Programm „Stundenwiederholung“, das am Freitag, 26. Juni, auf der OVAL-Bühne zu sehen ist, präsentiert Andreas Ferner ein „Best of 20 Jahre Bildungskabarett“. Darin bündelt er die Höhepunkte seiner bisherigen Programme zu einem kabarettistischen Frontalunterricht voller legendärer Pointen und absurder Schulgeschichten. Zwischen Konferenzgeheimnissen, Helikoptereltern und bildungspolitischem Wahnsinn lädt er sein Publikum zur humoristischen Nachprüfung der vergangenen zwei Jahrzehnte ein.

Doch auch nach über 20 Jahren Bühnenkarriere geht Andreas Ferner der Stoff nicht aus. Im Herbst startet sein neues Programm „Bro-Fessor, checkst du?!“, in dem er den aktuellen Schul- und Gesellschaftswahnsinn aufs Neue ins Visier nimmt – von TikTok und Influencerträumen bis zu Eltern ohne Erziehungskonzept und Jugendlichen ohne Frustrationstoleranz. Die Salzburg-Premiere des neuen Programms findet am Donnerstag, 28. Jänner 2027, ebenfalls im OVAL statt.

Quellen:

https://www.andreasferner.at
https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Ferner