Romeo Kaltenbrunner
Romeo Kaltenbrunner wurde in Linz geboren und wuchs in Engerwitzdorf im oberösterreichischen Mühlviertel auf. Sein Talent für das Geschichtenerzählen zeigte sich bereits in der Volksschule, wo er seine Lehrerin mit frei erfundenen Geschichten so überzeugte, dass sie ihm tatsächlich Glauben schenkte. Seine erste große Leidenschaft galt allerdings dem Fußball. Nach einer technischen Ausbildung studierte er Wirtschaftsrecht und Kommunikationsmanagement. Daneben sammelte er Erfahrungen in den unterschiedlichsten Bereichen – vom Callcenter über die Gastronomie bis hin zum Hochofen. Die vielfältigen Einblicke in unterschiedliche Lebenswelten sollten ihm später auch auf der Kabarettbühne zugutekommen.
Im Dezember 2019 wagte Romeo Kaltenbrunner bei Open-Mic-Abenden in Wien seine ersten Schritte als Stand-up-Comedian. Die coronabedingte Bühnenpause nutzte er, um an eigenen Texten und Pointen zu arbeiten. Mit Erfolg: 2022 gewann er sowohl die Ennser Kleinkunstkartoffel als auch den Burgenländischen Kabarettpreis und präsentierte im September desselben Jahres sein erstes Soloprogramm „Selbstliebe“. Seither hat sich der Oberösterreicher als aufstrebende Stimme der heimischen Kabarettszene etabliert und gastierte bereits in Deutschland und der Schweiz.
Mit Schmäh gegen Vorurteile
Romeo Kaltenbrunners Kabarett ist geprägt von persönlichen Erfahrungen, genauer Beobachtungsgabe und einer gehörigen Portion Selbstironie. Aufgewachsen als Sohn einer alleinerziehenden Mutter, erlebte er früh soziale Unterschiede und Ausgrenzung. Seinen Humor versteht er dabei nicht nur als Mittel, mit schwierigen Situationen umzugehen, sondern auch als Möglichkeit, Menschen miteinander zu verbinden. Eine wichtige Rolle spielte dabei seine Großmutter, von der er nach eigenen Worten die „guade Goschn“ geerbt hat.
Heute lebt Romeo Kaltenbrunner im siebten Wiener Gemeindebezirk, seine oberösterreichischen Wurzeln sind auf der Bühne aber nach wie vor allgegenwärtig. Besonders die Gegensätze zwischen Stadt und Land liefern ihm reichlich Stoff für seine Geschichten. Ob Wiener Bobos oder Mühlviertler Dorfbewohner – der Künstler nimmt beide Welten mit viel Schmäh aufs Korn, ohne dabei von oben herab zu urteilen. Vielmehr geht es ihm darum, gegenseitige Vorurteile aufzubrechen und unterschiedliche Lebensrealitäten einander näherzubringen. Gesellschaftliche Fragen rund um Herkunft, Zugehörigkeit und soziale Ungleichheit verbindet er dabei mit persönlichen Anekdoten und seinem unverwechselbaren oberösterreichischen Dialekt.
„Heimweh“ im OVAL
Mit seinem zweiten Soloprogramm „Heimweh“ widmet sich Romeo Kaltenbrunner seiner eigenen Herkunft und der Frage, was Heimat eigentlich bedeutet. Dafür schickt er sein Bühnen-Ich auf eine Reise von Wien zurück ins Mühlviertel. Der Anlass: Die Oma liegt im Sterben. Wieder einmal. In seinem Heimatdorf trifft er alte Bekannte sowie seine Jugendliebe wieder und besucht ein Zeltfest, bei dem sich seit 15 Jahren kaum etwas verändert hat. Zwischen nostalgischen Erinnerungen und so mancher unangenehmen Begegnung stellt sich schließlich die Frage, wo Romeo Kaltenbrunner eigentlich hingehört. Mit viel Selbstironie und pointierten Beobachtungen erzählt er vom Aufwachsen am Land, von Vorurteilen und Zugehörigkeit sowie vom Leben zwischen zwei unterschiedlichen Welten.
Am Donnerstag, 19. November, ist Romeo Kaltenbrunner mit „Heimweh“ im OVAL zu Gast. Freuen Sie sich auf einen ebenso humorvollen wie persönlichen Kabarettabend über die eigenen Wurzeln und die Suche nach Heimat.
Quellen:
https://www.romeokaltenbrunner.com/home/#biografie-id
https://www.derstandard.at/story/3000000311474/kabarett-aufsteiger-romeo-kaltenbrunner-humor-als-verteidigungsstrategie
https://www.redbull.com/at-de/theredbulletin/romeo-kaltenbrunner-kabarett-humor-und-herkunft