Andreas Rebers
Andreas Rebers wurde 1958 im niedersächsischen Weserbergland geboren und fand sein erstes musikalisches Betätigungsfeld dort, wo man eine spätere Kabarettkarriere vielleicht nicht unbedingt vermuten würde: Mit der Stimmungskapelle „Los Promillos“ spielte er auf Schützenfesten, Feuerwehrvergnügen und anderen Feierlichkeiten. Während seines Studiums an der Universität Hannover kam er erstmals mit der freien Theaterszene und dem Kabarett in Berührung. Von 1984 bis 1988 studierte er Akkordeon bei Thomas Aßmus, 1989 wurde er Musikalischer Leiter des Schauspiels am Staatstheater Braunschweig.
In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Andreas Rebers zu einem vielseitigen Kabarettisten, Musiker, Komponisten und Autor. Er schreibt Chansons, Lieder und Kabarettprogramme ebenso wie Bühnen- und Schauspielmusiken und gastierte mit seinen Werken bereits im gesamten deutschsprachigen Raum. Von 1997 bis 1999 gehörte er als Autor und Akteur der Münchner Lach- und Schießgesellschaft an, daneben war er in zahlreichen Radio- und Fernsehsendungen zu erleben und stand unter anderem mit Josef Hader, Bruno Jonas, Urban Priol und Georg Schramm auf der Bühne.
Zwischen scharfer Satire und musikalischer Poesie
Kennzeichnend für Andreas Rebers ist seit jeher die Verbindung von Sprache und Musik. Mit Akkordeon und Klavier, Chansons und Geschichten nimmt er gesellschaftliche Gewissheiten und politische Befindlichkeiten ins Visier und begegnet dem Zeitgeist mit einer bewusst unangepassten Perspektive. Dabei stehen scharf zugespitzte Satire und leise, poetische Töne ganz selbstverständlich nebeneinander. Für diese besondere Mischung wurde der Künstler vielfach ausgezeichnet: Zu seinen Ehrungen zählen der Deutsche Kleinkunstpreis, der Salzburger Stier, der Deutsche Kabarettpreis und der Dieter-Hildebrandt-Preis. 2021 erhielt er den Schweizer Kabarett-Preis Cornichon, 2022 folgte der Münchhausen-Preis. Seit 2020 ist er außerdem ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in der Abteilung Darstellende Kunst.
Österreich spielt im künstlerischen Leben von Andreas Rebers mittlerweile eine besondere Rolle. Seit einigen Jahren unterhält der Wahlmünchner einen Zweitwohnsitz in Wien und widmet dem Land sogar eigene Programme. Auf „I warat jetzt do“ folgt nun mit „I bleibat jetzt do“ sein zweites Wien-Solo. Darin setzt sich der leidenschaftliche Kabarett-Freestyler mit welt-, partei- und gesellschaftspolitischen Themen auseinander und verbindet seine pointierten Beobachtungen einmal mehr mit musikalischen und poetischen Momenten.
„I bleibat jetzt do“ im OVAL
Gibt es Gründe, Deutschland zu verlassen? Ja. Gibt es Gründe, in Österreich zu bleiben? Ebenfalls ja. Andreas Rebers jedenfalls spielt gerne hierzulande und blickt als selbsternannter „Humanist der radikalen Mitte“ mit gewohnt eigenwilliger Perspektive auf den „Österreichischen Weg“ – egal, wohin dieser führt. Sein neues Programm „I bleibat jetzt do“ ist dabei weit mehr als eine Fortsetzung des Vorgängers: Das nahezu vollständig neue Solo verbindet politische und gesellschaftliche Beobachtungen mit musikalischer Virtuosität und spontaner Zuspitzung. Ö1 bezeichnete es nach der Premiere im März 2026 als ein vielseitig geschliffenes Programm von großer „analytischer Dichte“.
Am Donnerstag, 8. Oktober, bringt Andreas Rebers „I bleibat jetzt do“ ins OVAL. Ein Abend zwischen politischer Satire, poetischen Chansons und musikalischem Kabarett – und mit einem Künstler, der sich entschieden hat zu bleiben.
Quellen:
https://marionwaechter.de/kuenstler/andreas-rebers/#pressematerial
https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Rebers
https://oe1.orf.at/programm/20260502/831464/Andreas-Rebers-I-bleibat-jetzt-do
https://www.falter.at/event/1071689/andreas-rebers-i-bleibat-jetzt-do