Charly Rabanser
Charly Rabanser wurde 1954 in Bad Gastein geboren und wuchs in Salzburg auf. Nach der Matura und seiner Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule führte ihn sein beruflicher Weg 1976 als Hauptschullehrer nach Neukirchen am Großvenediger. Was zunächst als pädagogische Laufbahn begann, entwickelte sich dort schon bald in eine andere Richtung: 1980 gehörte der damals 26-Jährige zu den Mitbegründern der Theatergruppe Neukirchen und entdeckte als Darsteller, Regisseur und Autor seine Leidenschaft für die Bühne. Die überregionale Aufmerksamkeit für die Produktionen bestärkte ihn darin, Kunst und Kultur immer mehr Raum in seinem Leben zu geben.
1987 gründete Charly Rabanser gemeinsam mit Mitstreiter:innen den Kulturverein „m²-Kulturexpress“. Aus der engagierten Theaterarbeit entwickelte sich schließlich das Kulturzentrum „Cinétheatro“, das Neukirchen über Jahrzehnte zu einem außergewöhnlichen Schauplatz für Theater, Kabarett und Musik machte. Mehr als 70 Eigenproduktionen sowie zahlreiche Gastspiele namhafter Künstler:innen prägten das Programm. 1992 ließ sich der gebürtige Bad Gasteiner nach 16 Jahren im Schuldienst karenzieren und widmete sich fortan hauptberuflich der Kulturarbeit. Bis Ende 2023 leitete er das „Cinétheatro“ und setzte dabei immer wieder auf zeitgenössisches Theater, ungewöhnliche Formate und aufwendige Inszenierungen.
Schauspieler, Regisseur und Kulturschaffender mit Haltung
Parallel zu seiner Arbeit in Neukirchen wurde Charly Rabanser auch einem größeren Publikum bekannt. Ab 1991 wirkte er beim Salzburger Adventsingen mit, nach dem Tod von Tobias Reiser übernahm er 1999 die Leitung des Schauspiels und die Textgestaltung und war bis 2009 für die Regie verantwortlich. Seit 2005 kennen ihn Fernsehzuschauer:innen außerdem als Dorfwirt Valentin Salchegger aus der erfolgreichen ORF-Serie „Vier Frauen und ein Todesfall“, die auch international ausgestrahlt wurde. Darüber hinaus war er immer wieder in weiteren Film- und Fernsehproduktionen zu sehen.
Sein künstlerisches Schaffen ist dabei eng mit einer Eigenschaft verbunden, die ihn schon seit seiner Jugend begleitet: Charly Rabanser mischt sich ein. Er gilt als Mensch mit klaren Kanten, der Ungerechtigkeiten nicht einfach hinnimmt und seine Überzeugungen auch dann vertritt, wenn sie unbequem sind. Diese Haltung prägt nicht nur seinen persönlichen Weg, sondern auch seine jahrzehntelange Kulturarbeit.
Ein besonderer Abend für Georg Danzer im OVAL
Seit vielen Jahren trägt der Neukirchner die Idee mit sich, Georg Danzers Konzeptalbum „Der Tätowierer und die Mondprinzessin“ aus dem Jahr 1974 einem breiteren Publikum näherzubringen. 2026 setzt er sie gemeinsam mit der Pinzgauer Band „Changes“ in die Tat um: 20 Jahre nach Danzers Tod und anlässlich seines 80. Geburtstags verbinden sich dessen tiefsinnige, symbolreiche Texte mit verträumten Melodien, schwermütigen Klängen und jazzigen Elementen zu einer märchenhaften musikalischen Erzählung.
Am Mittwoch, 7. Oktober, gastieren Charly Rabanser & Changes mit „Der Tätowierer und die Mondprinzessin“ im OVAL – genau an jenem Tag, an dem Georg Danzer seinen runden Geburtstag gefeiert hätte. Im Mittelpunkt steht eine Geschichte, die dazu ermutigt, an das Gute zu glauben, die Suche nach der Wahrheit nicht aufzugeben und auch auf schwierigen Wegen den eigenen Überzeugungen treu zu bleiben. Gemeinsam mit Albert Bernhard, Chris Ebenkofler und Alex Gabriel lässt Charly Rabanser so ein besonderes Werk des Ausnahmekünstlers neu aufleben und erinnert an einen der bedeutendsten österreichischen Liedermacher.
Quellen:
https://salzburg.orf.at/radio/stories/3365023/
https://de.wikipedia.org/wiki/Charly_Rabanser
https://hinundweg.jetzt/person/charly-rabanser/
https://www.salzburgerland.com/de/magazin/charly-rabanser-das-neukirchner-allround-talent/