Madison Violet

Come As You Are

Madison Violet überraschen mit einem neuen Album und einem neuen Soundkonzept, mit dem die Kanadier einen riesigen Schritt nach vorne machen und sich als reinrassige Popkünstler aufstellen. Höchst eingängige Refrains und prächtige Arrangements mit treibendem Beats, pfeilschnell geschlagene Akustikgitarren und schillernde Streicher. 
Arcade Fire treffen auf Scissor Sisters. Kein Zweifel: Näher an einem potentiellen Hit waren Madison Violet noch nie. Das ' Year of the Horse' könnte das Jahr von Madison Violet werden.

Die zwei kanadischen Sängerinnen und Songwriterinnen live auf der OVAL-Bühne! „On the road again“ – im Fall von Madison Violet kann man das „again“ getrost streichen. Streng genommen sind Brenley MacEachern und Lisa MacIsaac seit zwölf Jahren ununterbrochen unterwegs und bringen es mühelos auf über 200 Konzerte im Jahr. Wer die beiden Kanadierinnen einmal live erleben durfte, weiß um ihre besondere Fähigkeit, innerhalb kürzester Zeit eine intime Atmosphäre zu erschaffen, in der ihre zwischen Alternative Country, Folk, Bluegrass und Akustik-Pop angesiedelten Songs ganz besonders gut wirken können. 
Nun war es an der Zeit, diese außergewöhnlichen Konzert-Momente auch einmal auf DVD und CD zu dokumentieren. Das Ergebnis liegt nun vor, heißt „Come As You Are“ und schafft es tatsächlich, den speziellen Geist eines Madison Violet-Auftritts fernab der Clubs und Konzerthallen zu reproduzieren.

Was die Kunst von Brenley und Lisa ausmacht: perfekter, wunderschöner Harmoniegesang, technisch präzises Spiel mit großem Ausdrucksvermögen, ausgereiftes Songwriting und eine enorme Intensität. Diese Intensität rührt nicht zuletzt daher, dass Madison Violet sich live ganz auf den jeweiligen Kern ihrer Lieder konzentrieren, den Sound also so weit reduzieren, bis die Essenz offen daliegt und ihre ganze Wirkung entfalten kann.

Nur zwei Gitarren und ihren Gesang braucht es, um das Publikum vollends in ihren Bann zu schlagen. Später gesellen sich – neben Adrian Lawryshyns warm klingendem Akustikbass – noch weitere Instrumente hinzu und setzen feine Akzente. Etwa die von Lisa gespielte Violine, die bei der ergreifend schönen Americana-Ballade „I’m Your Lady“ ebenso zur Geltung kommt wie bei dem ausgelassenen Bluegrass-Wirbelwind „Cindy Cindy“. Brenley wiederum greift gelegentlich zur Mundharmonika. Und manchmal ist es auch das Publikum, das den Sound effektvoll unterstützt – natürlich nur dann, wenn die beiden Künstlerinnen charmant darum gebeten haben. Kommen die Zuschauer beim zarten „Small Of My Heart“ noch ohne Wörter und somit auch ohne Textkenntnisse aus, um sich chorgewaltig und stimmungsvoll am Gesamtkunstwerk zu beteiligen, benötigen sie beim abschließenden „All Apologies“ schon Instruktionen von der Bühne. Kann ja nicht jeder die Texte Kurt Cobains kennen. Wie, Kurt Cobain? In der Tat. „All Apologies“ ist im Gegensatz zu „Come As You Are“ tatsächlich ein Nirvana-Cover und beweist eindrucksvoll, dass in Grunge auch ganz viel Mandolinenbefeuerter Bluegrass steckt. Darauf muss man allerdings auch erst mal kommen. Und obendrein die nötige Spielfreude und Perfektion mitbringen, um die überraschende Erkenntnis bestens gelaunt und formvollendet in Töne umzusetzen. Bei Madison Violet kein Problem.

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