DAS KINO

Nur eine Stunde Ruhe

Frankreich 2014; Regie/Drehbuch: Patrice Leconte, nach dem Theaterstück von Florian Zeller; Kamera: Jean-Marie Dreujou; Musik: Eric Neveu; mit: Carole Bouquet, Christian Clavier, Valérie Bonneton; 79 Min; Deutsche Fassung

Wer kennt das nicht? Da beginnt ein Tag wie er besser nicht sein könnte und dann driftet alles in einen Albtraum. Genau das passiert dem 60-jährigen Zahnarzt Michel Leproux, der auf dem Flohmarkt eine seltene Jazz-Platte von einem gewissen Neil Youart findet und gerne ein paar Euro zu viel dafür zahlt. Der Titel „Me, Myself and I“ passt genau auf diesen Egoisten, der nur eines will: für sich allein die Musik genießen. An diesem Samstag eine Unmöglichkeit.

Das dem Film zugrunde liegende Theaterstück von Florian Zeller ist bestes Boulevardtheater: zeitlos, leicht verständlich und mit populärem Humor, dazu gibt es erotische Verwicklungen. Diese Zutaten mischt Patrice Leconte zu einer bösen und gleichzeitig herzlichen Komödie. Wenn am Ende des Chaos-Tages überraschend ein ganz unverhoffter Moment der Ruhe und Besinnung einkehrt, liebt man diesen verrückten Haufen, vor allem den Mann, der eigentlich doch nur von einer Stunde Ruhe träumte.

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