DAS KINO

Die Frau in Gold

Regie: Simon Curtis; Kamera: Ross Emery; Schauspieler: Helen Mirren, Ryan Reynolds, Daniel Brühl; Produzent: Simon Curtis; Musik: Martin Phipps, Hans Zimmer; 107 Minuten, Deutsche Fassung; ab 14 Jahren 

In ihre österreichische Heimat wollte Maria Altmann nie mehr zurück: „Ich gehe nicht wieder dahin zurück. Die haben meine Familie zerrissen und meine Freunde umgebracht.“ Die brillante Helen Mirren spielt die aus Wien in die Vereinigten Staaten geflohene Jüdin Maria Altmann, Erbin der Familie Bloch-Bauer, aus deren Besitz das berühmte Jugendstil-Porträt der Salondame Adele Bloch-Bauer stammt.

Gustav Klimts „Goldene Adele“ hat es nun als „Die Frau in Gold“ auf die Leinwand geschafft. Der wohl spektakulärste Restitutionsfall von NS-Raubkunst in Österreich wird hier aufgerollt. 1938 konfiszierten die Nationalsozialisten das Gemälde, das nach dem Krieg als „österreichische Mona Lisa“ berühmt wurde, ins Eigentum der Alpenrepublik überging und im Schloss Belvedere zu bewundern war. Nach authentischen Ereignissen beschreibt das Drama die emotionalen Höhen und Tiefen des acht Jahre dauernden Kampfes um insgesamt sechs Gemälde Klimts, den Maria Altmann und ihr Anwalt Randy Schoenberg (Ryan Reynolds), ein Enkel des Komponisten Arnold Schönberg, bis hin zum Obersten Gerichtshof der USA ausfechten. Für Maria Altmann beginnt nicht nur ein langer Kampf, sondern auch eine Reise in die Vergangenheit. Sie selbst erlebt ihre filmische Huldigung nicht mehr. 2011 starb sie im Alter von 94 Jahren in Beverly Hills. Klimts „Adele“ hatte ihr fünf Jahre zuvor der Unternehmer Ronald S. Lauder abgekauft. Zum damaligen Rekordpreis von rund 135 Millionen US-Dollar – von denen Altmann einen großen Teil spendete.

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