DAS KINO

300 Worte Deutsch

Deutschland 2014; Regie: Züli Alada, Drehbuch: Züli Alada, Kamera: Kolja Brandt, Musik: Michael Kadelbach, mit: Pegah Ferydoni, Chistoph Maria Herbst, Nadja Uhl u.a.; 100 Minuten

Erfrischende Cultur-Clash Komödie

Köln ist für Migranten ein heißes Pflaster geworden, seit der unerbittliche Dr. Ludwig Sarheimer vom Ausländeramt die „illegalen Schmarotzer und Ziegenhirten“ mit Abschiebung bedroht. Erbittert wehrt sich Moschee-Vorsteher Demirkan gegen die Behördenwillkür, denn er vermittelt jungen Männern Bräute aus der türkischen Heimat – auch wenn die Bescheinigung über deren Deutschkenntnisse gefälscht ist. Doch selbst Demirkans eigene Tochter Lale rebelliert gegen die traditionelle Heiratsvermittlung des Vaters – sie hat sich an das selbstbestimmte Leben einer Kölner Studentin gewöhnt. Richtig kompliziert wird es, als sie sich ausgerechnet in Sarheimers Neffen und Mitarbeiter Marc verliebt …

Sympathische, aktuelle Komödie über den Zusammenprall der Kulturen in Köln mit Comedian Christoph Maria Herbst („Stromberg“) als unerbittlichen Beamten. Eine pointierte, treffsichere Multikulti-Integrations-Komödie, die Vorurteile und Klischees von beiden Seiten der deutsch-türkischen Beziehungen entlarvt und ganz nebenbei ein Plädoyer für Emanzipation hält. Besonders Hauptdarstellerin Pegah Ferydoni als Frau zwischen zwei Welten prägt den Charme des Films.

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