DAS KINO

3 Herzen

Frankreich 2014; Regie: Benoît Jacquot; Drehbuch: Benoît Jacquot & Julien Boivent; Kamera: Julien Hirsch; mit: Benoît Poelvoorde, Charlotte Gainsbourg, Chiara Mastroianni, Catherine Deneuve;106 Minuten; Deutsche Fassung

Großes Gefühlskino aus Frankreich

Charlotte Gainsbourg und Chiara Mastroianni verkörpern in „3 Herzen“ ungleiche Schwestern, die sich beide unwissentlich in ein und denselben Mann verlieben. Ihre Mutter wird dargestellt von Catherine Deneuve, die auch im realen Leben die Mutter von Chiara Mastroianni ist.



Sylvie (Charlotte Gainsbourg) lernt an einem Abend in ihrer kleinen Heimatstadt Marc kennen, der den Zug nach Paris verpasst hat. Die beiden streifen eine Nacht lang durch die Straßen und verlieben sich. Aus romantischen Gründen verraten sie einander nicht ihre Namen, sondern wollen sich wenige Tage später in Paris wiedertreffen – verpassen sich aber. Und da sie nichts weiter voneinander wissen, können sie sich erst einmal auch nicht wiederfinden. Sylvie wandert in die USA aus, ihre Schwester Sophie bleibt und trifft nach einiger Zeit auf Marc. Es kommt, wie es kommen muss: Marc und Sophie werden ein Paar. 

Diese Dreiecksbeziehung inszeniert Regisseur Benoit Jacquot so, dass sie trotz ihrer Unwahrscheinlichkeiten glaubwürdig bleibt und damit an Dramatik gewinnt. Neben den charmanten Damen Deneuve, Mastroianni und Gainsbourgh ist es vor allem Hauptdarsteller Benoit Poelvoorde, der dieses Liebesmelodram mit seinem nuancierten Spiel trägt: Kleine Blicke, ein leicht gebückter Gang, mehr braucht der Belgier nicht, um die innere Zerrissenheit seines Charakters einfühlsam darzustellen.

OVAL – Die Bühne im EUROPARK ist stolzer Partner von: