DAS KINO

Jack

Rasantes und eindringliches Psychogramm mit Johannes Krisch, Birgit Minichmayr und Corinna Harfouch

In einer Winternacht stirbt ein Mädchen, brutal zugerichtet und erfroren. Jack wird für diesen Mord zu lebenslanger Haft verurteilt. Im Gefängnis kanalisiert er seine kriminelle Vergangenheit und dunklen Gedanken in Gedichte und literarische Texte; er schreibt einen Roman. Den Anschluss an die Welt draußen sucht Jack über Briefkorrespondenz mit Frauen, die er in seinen Bann zieht. Die Schreibmaschine wird zu seinem Weg in die Freiheit. Als Jack nach 15 Jahren frühzeitig aus der Haft entlassen wird, avanciert der „Häfnpoet“ schnell zum Frauenschwarm und Fixstern der Wiener Society. Neben unzähligen Flirts und sexuellen Begegnungen, ist es die Affäre mit der Architektin Susanne (Corinna Harfouch), die für Jack einen Platz ganz oben in der Gesellschaft in Aussicht stellt. Jack wird herumgereicht wie eine Trophäe, tritt in Fernsehshows auf und sein Roman verkauft sich gut. Gibt es jedoch einen Weg zurück, nachdem man einmal die Grenze, einen Menschen zu töten, überschritten hat?

Jack Unterweger wurde 1992 für die Morde an elf Frauen angeklagt und 1994 nach einem Indizienprozess für neun Morde schuldig gesprochen. Er hat sich wenige Stunden nach der Urteilsverkündung in der Zelle erhängt. 

JACK ist der zweite Kinospielfilm der Autorin, Dramaturgin, Filme- und Radiomacherin Elisabeth Scharang, die nach der TV-Produktion FRANZ FUCHS – EIN PATRIOT wieder einen spektakulären kriminalhistorischen Hintergrund verarbeitet. Der Film erzählt eine fiktive Geschichte, die sich in Eckpunkten an dem Fall des Literaten und Frauenmörders Jack Unterweger orientiert. JACK ist ein rasantes und eindringliches Psychogramm mit Johannes Krisch, Birgit Minichmayr und Corinna Harfouch.

Österreich 2015; Regie/Drehbuch: Elisabeth Scharang; Kamera: Jörg Widmer; Musik: Naked Lunch; mit: Johannes Krisch, Corinna Harfouch, Birgit Minichmayr, Paulus Manker, Inge Maux; 98 Min 

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