DAS KINO

Where to invade next

USA 2015; Regie/Drehbuch: Michael Moore Kamera: Jayme Roy, Richard Rowley; mit: Michael Moore; 120 Min., englische Originalfassung mit Untertitel

Man kann Michael Moore eine ganze Menge vorwerfen, aber gewiss nicht, dass er objektiv ist. Nach den Dokumentarfilmen „Fahrenheit 9/11“ und „Bowling für Columbine“ kehrt der streitbare und polarisierende Filmemacher mit einem neuen Film zurück: „Where to invade next“. Aber es wäre kein Michael Moore-Film, wenn er das zeigen würde, was der Titel suggeriert. Im Gegenteil: Michael Moore selbst marschiert als Ein-Mann-Armee der USA in Europa ein. Doch er ist nicht unterwegs, um Territorien zu besetzen, vielmehr sucht er für seine Heimat gute Ideen und positive Beispiele für faire Politik und gute Lebens- und Arbeitsbedingungen. Auf seiner ersten Station besucht er etwa ein italienisches Paar und ist sprachlos, angesichts der wochenlangen Ferien, die angeblich jeder italienische Arbeitnehmer hat. In Frankreich wiederum ist er begeistert vom mehrgängigen Kantinenessen in einer Grundschule. Über weite Strecken bleibt er dabei seiner bekannten polemischen Art treu.

Das „Enfant Terrible“ unter den US-Filmemachern hat mit seinem Oscar-gekrönten Werk „Bowling für Columbine“ den Dokumentarfilm fürs Kino salonfähig gemacht und war der erste Regisseur, dessen Filme bei Festivals im Wettbewerb mit Spielfilmen erfolgreich konkurrierten.

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