DAS KINO

Ich bin dann mal weg

Deutschland 2015; Regie: Julia von Heinz; mit: Devid Striesow, Martina Gedeck, Karoline Schuchter, Katharina Thalbach u.a.; 90 Minuten  

Der deutsche Entertainer Hape Kerkeling erleidet nach zu viel Arbeit einen Hörsturz. Es folgt eine Gallenstein-Operation und ein eingebildeter Herzinfarkt. Die Ärzte legen ihm eine Auszeit nahe. Kerkeling nimmt sich sechs Monate und bricht zu einer Pilgerwanderung nach Santiago de Compostella auf. Auf den 782 Kilometern hat er genug Zeit zur inneren Einkehr und zum Nachdenken. Über diese „Wanderung“ veröffentlicht er 2006 sein Buch „Ich bin dann mal weg“, das über drei Millionen Mal verkauft wurde. 

Regisseurin Julia von Heinz hat die Geschichte mit exzellenter Besetzung verfilmt. In der Hauptrolle ist Devid Striesow zu sehen – ein wahrer Glücksgriff. Die Sprache, die Gestik und Mimik, der Humor – man vergisst, dass hier jemand Hape Kerkeling spielt. Karoline Schuch und Martina Gedeck verkörpern überzeugend die Rollen als Hapes Reisebekanntschaften, die immer mehr auch zu Wegbegleiterinnen werden. Schön eingeflochten in die Rahmenhandlung werden Kerkelings Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend. Die Regisseurin legte großen Wert auf Werktreue und klapperte daher auch mühevoll die Originalstationen des Kreuzwegs ab, wo Kameramann Felix Poplawsky imposante Landschaftsaufnahmen gelangen.

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