Dieter Vieweger

Wem gehört Jerusalem? Was jeder vom israelisch-palästinensischen Konflikt wissen sollte

In Kooperation mit GeoComPass SALZBURG

Manche Kommentatoren bezeichnen den Nahen Osten bereits als die „Mutter der Konflikte“, und tatsächlich werden hier viele Requisiten für die Bühne der Weltpolitik gestellt. Jerusalem bildet dabei den Dreh- und Angelpunkt. Woher rührt diese enorme Bedeutung der drei monotheistischen Weltreligionen? Und gibt es überhaupt noch einen Funken Hoffnung auf Frieden?

Dieter Vieweger (Jerusalem)
Der gegenwärtige Konflikt um Palästina ist nur ein Höhepunkt der Auseinandersetzungen im Nahen Osten, die diese Region während ihrer gesamten Geschichte begleitet haben. Hier spiegeln sich jahrhundertealte politische Interessen, die zyklisch wiederkehrende Verständnislosigkeit von Orient und Okzident, vorgeschobene und echte religiöse Interessen dreier monotheistischer Religionen an einem Ort: Jerusalem – die Heilige Stadt wurde zum Inbegriff nationaler Identität zweier Völker, deren Ansprüche seit dem 19. Jahrhundert im Widerstreit liegen. Der Vortrag wird sich den religiösen und kulturellen Aspekten des vor unseren Augen ausgebrochenen Konflikts und seiner Vorgeschichte widmen. Zu diesem Zweck werden auch die am Konflikt beteiligten Völker und ihre allesamt im Orient entstandenen Religionen vorgestellt sowie deren gemeinsame Geschichte nachgezeichnet. Jenseits oberflächlicher Kommentare und pauschaler Schuldzuweisungen wird eine tiefgründige Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Situation angestrebt. Aus geschichtlichen Beispielen werden Möglichkeiten für eine Bewältigung der Gegenwart und der Gestaltung einer lebenswerteren Zukunft im Orient gesucht.

Univ.-Prof. Dr. Dr. Dr.h.c. Dieter Vieweger, Jahrgang 1958, blickt auf einen ungewöhnlichen Lebensweg zurück, der in der DDR begann, wo er sich schon als Jugendlicher dem Staat kritisch widersetzte – und dafür Benachteiligungen während seiner Ausbildungszeit in Kauf nehmen musste. Die Evangelische Kirche bot ihm eine Zuflucht, und von 1976 bis 1981 studierte er am Theologischen Seminar Leipzig, einer Einrichtung, die von den DDR-Behörden lediglich geduldet wurde. Von 1986 bis 1989 wirkte Vieweger als Pfarrer des weltweit renommierten Thomanerchores Leipzig. An der Universität Leipzig wurde Dieter Vieweger 1989 im Fach Theologie habilitiert, und unmittelbar nach der Wende folgte er einem Ruf an die Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 1993 bekleidet er die Professur für Altes Testament an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal, der er zwei Mal bereits als Rektor vorstand. Sein zweites wissenschaftliches Leben – als Archäologe – begann Vieweger 1994 an der Universität Frankfurt am Main, wo er mit einer Arbeit über eine bronzezeitliche Nekropole auf Zypern seinen zweiten Doktor erwarb. Die Ehrendoktorwürde verlieh ihm schließlich 2009 die Bergische Universität Wuppertal. Mit Israel und Jerusalem ist Vieweger regelmäßig und intensiv verbunden – als leitender Direktor des Deutschen Evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes, einer Forschungseinrichtung der Evangelischen Kirche in Deutschland.

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Datum
Uhrzeit
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Di
15
Jän 2019
19:30
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